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Mission

Ziel des Ludwig Boltzmann Instituts für Geschichte und Gesellschaft (LBIGG) ist die wissenschaftliche Erforschung von Geschichte und Gesellschaft mit Schwerpunkten auf Visual History, Urban Studies und Urban History, Cultural Studies, Österreichische Geschichte im 20. und 21. Jahrhundert sowie Holocaust Studies.

Cluster Geschichte der Ludwig Boltzmann Gesellschaft

Der seit 2005 bestehende Cluster Geschichte beschäftigt sich mit der Erforschung und Vermittlung der europäischen Geschichte mit Schwerpunkt auf dem 20. und 21. Jahrhundert. Die beiden Weltkriege, die Krisen der Demokratie und des Rechtsstaates, die unterschiedlichen Formen von Diktaturen (Faschismus, Autoritarismus, Kommunismus), Holocaust, Genozide und massenhafte Verfolgung sowie Flucht und Vertreibung von ethnischen, religiösen, sozialen und politischen Gruppen stehen im Zentrum unserer Forschungen. Das Forschungsprogramm umfasst die dadurch geprägten wesentlichen struktur- und mentalitätsgeschichtlichen Muster und Transformationsprozesse ebenso wie vielfältige individuelle und kollektive Erinnerungen, kulturelle Gedächtnisproduktionen, Vergangenheitspolitiken sowie Identitäten.

Basierend auf den genannten katastrophischen Erfahrungen sowie den politischen, wirtschaftlichen, humanitären und gesellschaftlichen Folgen von Krieg und Gewalt lassen sich heutige Demokratieverständnisse, demokratische Praxis, Menschenrechtspolitik und internationale Interventionen besser verstehen sowie massen¬kulturelle und mediale Repräsentationen hinterfragen. Diese gesellschafts¬relevanten Forschungsfragen und deren methodologische und empirische Bearbeitung stehen im Zentrum der Forschungen des Clusters. Im Detail umfasst das Forschungsprogramm somit folgende gemeinsame Arbeitsschwerpunkte:

1.    Krieg und Kriegsfolgen
2.    Krisen der Demokratie und des Rechtsstaates, Diktaturen, Gewalt, Ethnozide, Holocaust
3.    Soziale, mediale und kulturelle Gedächtnisse, Erinnerung
4.    Migration und Integration; soziale und politische Transformationsprozesse
5.    Historische, kultur-, und sozialwissenschaftliche Methoden und Theorien

Zu diesem Zweck stehen die vier Institute, die den Cluster bilden, in einem ständigen Austausch untereinander und entwickeln in diesem Kontext verstärkt gemeinsame Vorhaben. Internationale Kooperationen werden fortgeführt und sollen weiter ausgebaut werden. Darüber hinaus ist die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ein wichtiges Anliegen.