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Ephemere Filme: Nationalsozialismus in Österreich

Projekt: Ephemere Filme: Nationalsozialismus in Österreich (Teil 1+2)

Projektförderung: Zukunftsfonds der Republik Österreich, P11-0922 (Teil 1) und P14-1645 (Teil 2)
Projektdauer: 2011–2013 (Teil 1), 2014–2016 (Teil 2)

Projektleitung (Teil 1):  Ingo Zechner (LBIGG); Michael Loebenstein (National Film and Sound Archive, Canberra; LBIGG)
Projektleitung (Teil 2): Ingo Zechner (LBIGG)
Projektberatung (Teil 2): Siegfried Mattl (LBIGG); Michael Loebenstein (National Film and Sound Archive, Canberra; LBIGG)
ProjektmitarbeiterInnen: Christopher K. Brown (USHMM); Paolo Caneppele (ÖFM); Iris Fraueneder (LBIGG); Georg Kö (LBIGG); Leslie Swift (USHMM); Lindsay Zarwell (USHMM); Jakob Zenzmaier (LBIGG)
Projektpartner: Ludwig Boltzmann Institut für Geschichte und Gesellschaft (LBIGG); Österreichisches Filmmuseum (ÖFM); United States Holocaust Memorial Museum (USHMM)

Projektwebsite: http://efilms.ushmm.org 


Ephemere Filme sind Filme mit begrenztem Zweck, nicht dazu gedacht zu überdauern. Aufgrund ihres ephemeren Status haben diese Filme wenig Aufmerksamkeit in der Forschung und kaum systematische Konservierungsmaßnahmen erfahren. Ziel des Projekts ist die Sicherung, wissenschaftliche Erschließung und wissenschaftliche Auswertung einer einzigartigen Sammlung „ephemerer“ Filme zum Nationalsozialismus in Österreich (bei gleichzeitiger Entwicklung neuer Standards für den Umgang mit ephemeren Filmen): rd. 50 weitgehend unbekannte und bisher nur eingeschränkt benutzbare Amateurfilme, Kulturfilme und rohe Filmmaterialien zum Aufstieg der NSDAP ab 1932, zum „Anschluss“ Österreichs 1938, zu den Kriegsjahren 1941–42, aber auch zum jüdischen Alltagsleben vor der Vertreibung und Vernichtung der Juden. Die im Zuge des Projekts konservatorisch gesicherten Filmdokumente aus den Beständen des Österreichischen Filmmuseums und des United States Holocaust Memorial Museum in Washington DC werden in kommentierter Form einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht, um das von Propagandafilmen geprägte Bild vom Nationalsozialismus zu ergänzen und zu korrigieren.