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Intertexualität in den Rechtsakten von Karl Kraus. Eine wissenschaftliche digitale Edition

Projektpräsentation

Seit September 2018 läuft an der Wienbibliothek im Rathaus – in Kooperation mit dem Ludwig Boltzmann Institut für Geschichte und Gesellschaft und dem Austrian Center für Digital Humanities (ACDH) – ein FWF-Projekt zu Karl Kraus‘ Aktivitäten in den Gerichtssälen des deutschsprachigen Raums. Obwohl das Rechtssystem für den Schriftsteller und Publizisten von zentraler Bedeutung war, sind seine umfangreichen Rechtsakten nahezu unerforscht. Sie dokumentieren über 200 Fälle aus 15 Jahren (1922-1936) und befinden sich im Karl Kraus-Archiv der Wienbibliothek.
Es geht dabei darum, die Gerichtsakten – auf Basis einer Hermann Böhm herausgegebenen Edition sowie auf Basis der auf Karl Kraus Online (www.kraus.wienbibliothek.at) – digital zu erschließen und Kraus‘ Zitatverfahren dabei unter die Lupe zu nehmen: Wer spricht darin, wer wird auf welche Weise zum Zeugen aufgerufen, und in welchem Kontext stehen die Zitate? Wie verhalten sie sich zu Zitaten in den anderen Texten von Kraus, und sind im Laufe der für Österreich politisch bewegten 15 Jahre, über die sich die Rechtsakten erstrecken, Veränderungen bemerkbar?
Brigitte Stocker erzählt von der Bearbeitung der komplexen Materialien, berichtet von den ersten sechs Monaten der Projektarbeit und zeigt erste Erkenntnismöglichkeiten für verschiedene Disziplinen auf.

Programm:
Brigitte Stocker, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Ludwig Boltzmann Instituts für Geschichte und Gesellschaft präsentiert das Projekt

VERANSTALTER: Wienbibliothek im Rathaus

LBIGG Projekt: Intertextualität in den Rechtsakten von Karl Kraus
LBIGG Team: Katharina Prager, Brigitte Stocker

Event-Details

Date: 
Mi, 23/01/2019 - 17:00
Location: 
Seminarraum der Wienbibliothek im Rathaus, Eingang Lichtenfelsgasse, Stiege 6 (Glaslift), 1. Stock, 1010 Wien