icon / home icon / small arrow right / light Veranstaltungen icon / small arrow right / light What’s Left – Maulwürfe des Archivs

What’s Left – Maulwürfe des Archivs

Datum

03 May 2025, 12:30 – 04 May 2025, 14:00

Ort

Lichtburg Filmpalast, Elsässer Str. 26, Oberhausen, Deutschland

Moderation von Ronny Günl bei einer Retrospektive der Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen

Die Filmgeschichte beginnt mit der Niederlegung der Arbeit – la sortie de l’usine – und der Überwachung des Proletariats, da es die Besitzer der Fabrik selbst waren, die Brüder Lumière, die den Moment der Trennung zwischen Arbeit und Freizeit gefilmt haben. Dieser symbolische Ursprung schmiedet ein unverbrüchliches Band zwischen dem Kino – selbst eine buchstäbliche und metaphorische Massenbewegung – und Arbeitskämpfen.
In diesem Geist taucht What’s Left in unser Archiv ein, um Filme zu würdigen, die an Orten von Ausbeutung, Konsum, Bildung und Freizeit präsent waren und in Frauen, Arbeiter*innen, Studierenden und anderen einen Funken kollektiver Selbsterkenntnis entzündet haben. Im weiteren Sinne untersucht die Reihe, was es bedeutet, politisch links zu liegen – und in einem Archiv zu liegen. Die zwei Programme, kuratiert von Simon Petri-Lukács, zeigen eine breit gestreute Auswahl filmischer Arbeiten, in denen der westdeutsche Geist von 1968 nachhallt. Darunter sind Für Frauen – 1. Kapitel (Christina Perincioli, 1971), Helfen können wir uns nur selbst (Gardi Deppe, 1974), Maulwürfe der Revolution (Horst Schwaab, 1969) and Von der Revolte zur Revolution (Filmemacher Cooperative Hamburg, Kurt Rosenthal, 1969).