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Projekt: Sichtung und Aufarbeitung des Filmarchivbestandes media wien

Projektförderung: Stadt Wien – Kulturabteilung (MA 7) (im Wege des Vereins für Geschichte der Stadt Wien)
Projektdauer: seit September 2011

Projektleitung: Siegfried Mattl (LBIGG), bis 25.04.2015 / Ingo Zechner (LBIGG)
ProjektmitarbeiterInnen: Christiana Perschon (LBIGG); Katrin Pilz (LBIGG); Michaela Scharf (LBIGG); Klaus Stefan (WStLA); Jakob Zenzmaier (LBIGG)
Projektpartner: Ludwig Boltzmann Institut für Geschichte und Gesellschaft (LBIGG); Verein für Geschichte der Stadt Wien; Wiener Stadt- und Landesarchiv (WStLA)

Projektwebsite: http://mediawien-film.at


Aufgaben des Projektes sind die technische und inhaltliche Befundung des Bestandes der Filmsammlung der Stadt Wien sowie die Ausarbeitung von Sicherungs- und Digitalisierungsstrategien, die Beschreibung und Kontextualisierung der Filme und deren Online-Präsentation. Die nunmehr im Wiener Stadt- und Landesarchiv befindliche Sammlung umfasst nach neuestem Stand rund 890 Filmdokumente aus den letzten hundert Jahren der Geschichte der Stadt Wien. Auftragsfilme und Selbstdokumentationen der Stadt und ihrer Magistratsabteilungen bilden den Kern des Bestandes und machen seine Einzigartigkeit aus. Das Filmarchiv der media wien stellt eine im Vergleich zu anderen europäischen Großstädten einzigartige Sammlung zur visuellen Dokumentation der Stadtentwicklung und des Stadtmarketings dar. 

Der Verbund von Gebrauchsfilmen, Dokumentationen und Spielfilmen, der in diesem Sammlungsbestand vorliegt und aus keinem anderen Filmarchiv bekannt ist, bildet die einmalige Voraussetzung zur systematischen Rekonstruktion des Verhältnisses von Stadt, Medien und Repräsentation. Der derzeitige Stand der wissenschaftlichen Bearbeitung der Filmsammlung erlaubt nur beschränkten Zugang für Forschungszwecke und dokumentarisch-künstlerische Vorhaben. Dem soll durch die Aufarbeitung der Sammlung nach film- wie stadthistorischen und topografischen Kriterien begegnet werden. Die Beschreibung weiterer historischer Kontexte und die begleitende Recherche von Kontextmaterialen gehen gemeinsam mit den analytischen Filmbeschreibungen in eine Datenbank ein. (Das Filmarchiv der media wien ist seit 15.3.2013 online: http://mediawien-film.at) Ende 2015 waren 322 Filme abrufbar, Anfang Oktober 2016 waren es bereits 371. Darüber hinaus wurden in der Online-Datenbank bis Ende 2015 mehr als 300 georeferenzierte Landmarks (Anfang Oktober 2016: 366) und über 500 Personen („AkteurInnen“) (Anfang Oktober 2016: 702) erfasst. Die auf der Website eingerichtete Filterfunktion ermöglicht die gezielte Suche sowohl nach Filmen, AkteurInnen, Themen, Zeiträumen und Orten als auch nach Unternehmen der Stadt. Damit dient sie, über das Interesse der allgemeinen Öffentlichkeit hinausgehend, auch WissenschaftlerInnen und KünstlerInnen, Studierenden, LehrerInnen und SchülerInnen als Rechercheplattform. 

mediawien-film.at vermittelt eine neue Form der Aneignung von Stadtgeschichte bzw. der Auseinandersetzung mit ihr und stößt dabei auf breite Resonanz. Gemäß der Datenverkehrsanalyse durch den Website-Dienst „Google Analytics“ wurde die Seite seit ihrem Online-Start im März 2013 von 47.641 NutzerInnen aufgesucht, die insgesamt 176.113 Aufrufe durchführten (Stand: 31. Dezember 2015).



Bild: Kinderspielplatz Venediger Au (Kindergarten Venediger AU, Postamt Westbahnhof und Theresienbad, 1954) © WStLA, Filmarchiv der media wien