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Projekt: Politische Ästhetik gegenwärtigen europäischen Horrorfilms

Projektförderung: FWF Der Wissenschaftsfonds, P 24474
Projektdauer: 01.08.2012–30.04.2015

Projektleitung: Drehli Robnik (LBIGG)
Projektpartner: Ludwig Boltzmann Institut für Geschichte und Gesellschaft (LBIGG); Österreichisches Filmmuseum (ÖFM)


Thema des Projekts war die politische Ästhetik des gegenwärtigen europäischen Horrorfilms. Dabei wurde Filmtheorie (beeinflusst von Autorinnen wie Siegfried Kracauer, Gilles Deleuze, Heide Schlüpmann, Thomas Elsaesser, die alle auf ihre Art Kino als öffentliche Form affektiver Erfahrung in verzeitlichten Bildern konzipieren) mit politischer Theorie in post-fundamentalistischer und radikaldemokratischer Orientierung kombiniert (wie sie, zumal mit Perspektiven auch auf Ästhetik und auf Kino, Jacques Rancière vorschlägt). Im Mittelpunkt stand die Frage: Wie und in welchem Maß ermöglichen neuere europäische Horrorfilme Formen kritischer Wahrnehmung von Machtverhältnissen und politischer Dynamik in heutigen Gesellschaften?

Die ursprüngliche Projektlaufzeit von 1. September 2012 bis 31. August 2014 wurde kostenneutral bis 30. April 2015 verlängert, um eine zweitägige Abschlusskonferenz mit zehntägiger Filmretrospektive im Österreichischen Filmmuseum, Wien, unter dem Titel „Schengener Schrecken: Euro-Horror heute“, (27. März bis 6. April 2015), veranstalten zu können (Vortragende: Michael Palm, Wien; Christine Lötscher, Zürich; Drehli Robnik, Wien; Karin Harrasser, Linz; Michaela Wünsch, Berlin; Johannes Binotto, Zürich; krankheitsbedingter Ausfall: Matthias Grotkopp, Berlin). Die Veranstaltungen wurden von positivem Medienecho begleitet (FM4, Ö1, profil, Falter, Der Standard, Wiener Zeitung).

Als Zwischenresümee des Projekts veröffentlichte Drehli Robnik im April 2015 den 215-seitigen Band „Kontrollhorrorkino: Gegenwartsfilme zum prekären Regieren“, Wien, Berlin 2015 (positive Besprechungen in: kolik.film, epd.film). Zu diesem Band wurde am 14. Dezember 2015 im depot, Wien, eine Präsentation mit Vorträgen von Lia Musitz, Joachim Schätz und Drehli Robnik unter dem Titel „Horrorfilm als Kontrollgesellschaftskritik?“ veranstaltet.



Bild: Horrorfilm (28 Weeks later) © Österreichisches Filmmuseum