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Treibgut: Ivan und seine Brüder

Ivan und seine Brüder (Still aus: Ellen Rose Illich, née Regenstreif (Maexie): Reporter 1941-1942 (1942), 16mm, Farbe und s/w, 18 fps, 17 min (USHMM Film ID 2913))

Filme der Familie Illich 1936–42

Ivan Illich (1926-2002), römisch-katholischer Priester, Theologe, Philosoph und Autor, wuchs gemeinsam mit seinen beiden Brüdern Sascha und Micha in Wien auf. Die drei Kinder lebten mit ihrer Mutter von 1932 bis zur Flucht vor den Nazis 1942 in der Villa ihres Großvaters Friedrich Regenstreif. Eine behütete Kindheit, die Villa Regenstreif im Wiener Pötzleinsdorf („Unser Pötz“), das großbürgerliche Milieu und der plötzliche Einbruch der politischen Realität stehen im Mittelpunkt der Filme, die ihre Mutter drehte: Ellen Rose Illich, geb. Regenstreif, Künstlerinnenname "Maexie", evangelisch getauft, mit einem Katholiken verheiratet, aber aus einer jüdischen Familie stammend. Sie ist der Kristallisationspunkt einer Familiengeschichte, die zwei Generationen später anhand ihrer Familienfilme neu geschrieben wird: als eine jüdische Geschichte.
 
Die Filme wurden von Ivan Illichs Nichte Yvonne dem United States Holocaust Memorial Museum (USHMM) in Washington D.C. übergeben. Im Zuge des Zukunftsfonds-Projekts "Ephemere Filme: Nationalsozialismus in Österreich" (http://efilms.ushmm.org) historisch aufgearbeitet, wird eine Auswahl nun erstmals in Wien im Kino vorgeführt und mit Yvonne Illich, Michaela Scharf (LBIDH) und Lindsay Zarwell (USHMM) diskutiert: zum Muttertag, in Erinnerung an Maexie.
 
Einführungen, Kommentare und Diskussion in englischer Sprache

Moderation: Michael Loebenstein, Ingo Zechner

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Veranstalter: Österreichisches Filmmuseum
Kooperationspartner: Ludwig Boltzmann Institute for Digital History, United States Holocaust Memorial Museum, Universität Bremen, EU Horizon 2020-Projekt Visual History of the Holocaust

LBIDH Projekt: Ephemere Filme: Nationalsozialismus in Österreich
LBIDH Team: Michaela Scharf, Ingo Zechner

Event-Details

Date: 
So, 12/05/2019 - 15:00 bis 17:00
Location: 
Österreichisches Filmmuseum, Augustinerstraße 1, 1010 Wien, Österreich