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Griersons dokumentarische Pädagogik

Visible Evidence 2021

Vortrag von Vrääth Öhner auf der Visible Evidence 2021

"Es lohnt sich, daran zu erinnern, dass die britische Dokumentarfilmbewegung ihren Ursprung nicht so sehr in der Zuneigung zum Film an sich als vielmehr in der Zuneigung zur nationalen Bildung hatte" (John Grierson, 1937). Nirgendwo führt Grierson diesen Gedanken genauer aus als in einem Vortrag, den er 1936 auf der Southport Conference der National Union of Teachers zum Thema "Broadcasting and the Cinema as Instruments of Education" hielt. Obwohl Grierson Ansichten wiederholt, die bereits ausgiebig kommentiert worden sind, erscheint die Änderung, die er am Schema der ästhetischen Erziehung vornimmt, bemerkenswert: Die erzieherische Aufgabe des Dokumentarfilms besteht weniger in der Vermittlung zwischen Sinnlichkeit und Vernunft (wie es z.B. der deutsche Kulturfilm vorsah), sondern zwischen privaten Partikularinteressen und wissenschaftlichem Diskurs. Die Tragweite und das Ergebnis dieser Veränderung sind Gegenstand des Beitrags, ebenso wie die Probleme, die sich für den Dokumentarfilm daraus ergeben.

Event:Visible Evidence 2021: Documentary and Democracy in Crisis
Panel: Filmic Civics: Revisiting Documentary’s Pedagogical Drive, 1924–1936
Website (link) https://2021.visibleevidence.org
Programm (link): https://2021.visibleevidence.org/panels/filmic-civics-revisiting-documentarys-pedagogical-drive-1924-1936/

Projekt: Educational Film Practice in Austria
LBIDH Team: Joachim Schätz, Marie-Noëlle Yazdanpanah, Vrääth Öhner

Event-Details

Date: 
Do, 16/12/2021 - 12:00
Location: 
Mousonturm, Waldschmidtstraße 4, 60316 Frankfurt am Main