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Projekt: Voices

Projekt: VOICES
Projektförderung: Jubiläumsfonds der Österreichischen Nationalbank (Projekt Nr. 18157), Beit Trust (UK)
Projektdauer: 2016–2021
Projektleitung: Valentin Seidler (LBIDH und WU Wien)
ProjektmitarbeiterInnen (Archiv): Edurne Kugeler-Gomez (Universität Wien); 
ProjektmitarbeiterInnen (Interviews): Clara Easthill (Universität Wien), Stephanie Hahn (Universität Wien), Julia Heyer (Universität Wien), Edurne Kugeler-Gomez (Universität Wien), Miriam Plangger (Universität Wien), Victoria Thoma (Universität Wien)
Projektsupport: Veronika Hämmerle (WU Wien)
Projektpartner: Ludwig Boltzmann Institute for Digital History (LBIDH); davor (bis Juni 2017) Ludwig Boltzmann Institut für Historische Sozialwissenschaft (LBIHS)
Projektwebsite: https://homepage.univie.ac.at/valentin.seidler/project-voices/ 

Über 20.000 Beamte waren nach dem Zweiten Weltkrieg in 52 britischen Kolonien und Territorien in führenden Positionen tätig. In den 1950er Jahren gelangten zunehmend auch Frauen und lokale MitarbeiterInnen aus den Kolonien in diese Schlüsselpositionen.  In den 1960er Jahren waren diese Beamten für die Durchführung institutioneller Reformen verantwortlich, mit denen die jeweiligen Kolonien auf ihre Unabhängigkeit vorbereitet werden sollten. Ihre Rolle im Prozess der Dekolonialisierung steht im Mittelpunkt des Forschungsinteresses.

Das Projekt VOICES sammelt biographisches Material dieser ehemaligen britischen Kolonialbeamten. Das Archiv umfasst 108 Oral History Interviews, mehrere Stunden Amateurfilmmaterial und weitere biographische Dokumente (Textmaterial, Fotos). Umfangreiche Bestände des ehemaligen Pensionsverbands („Overseas Service Pensioners' Association“) wurden der Universitätbibliothek Wien übergeben. Die Sammlung gibt Aufschluss über das Leben und die Arbeit von Schlüsselpersonen der Dekolonialisierung im Spannungsfeld zwischen ihrer Sozialisation, politischen Entwicklungen und persönlicher Zukunftsplanung.
Die Entstehung der Sammlung wurde unter anderem durch eine Förderung des FWF (Projekt 3848G28) unterstützt, die den Forschungsaufenthalt in Großbritannien ermöglichte. Die wissenschaftliche Auswertung der Sammlung wird seit August 2019 durch den Jubiläumsfonds der ÖNB unterstützt. Das Ludwig Boltzmann Institute for Digital History (LBIDH) stellt Know-how bei der digitalen Erschließung, Räumlichkeiten und Infrastruktur zur Verfügung.