Filmen als Selbstbehauptung: Ellen Illichs Familienfilme (1936-1943)

Datum

Do, 10/12/2020 – 13:15

Ort

Zoom, Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung, Potsdam

Votrag von Michaela Scharf auf der Tagung “Private Blicke in Diktatur und Demokratie: Schmalfilme und Fotos im 20. Jahrhundert”

Aus einer jüdischen Familie stammend, lebte Ellen Illich (geb. Regenstreif) mit ihren Söhnen bis 1942 in Wien.

Die glücklichen Stunden im Kreis der Familie sind Hauptthema ihrer 16mm-Filme, auch jener, die sie nach dem „Anschluss“ 1938 produzierte.

Denn Illich war aufgrund ihrer Ehe mit einem kroatischen Katholiken vor nationalsozialistischer Verfolgung zunächst geschützt. Allerdings finden sich in ihren Filmen verschiedene Sequenzen, in denen die zunehmende Bedrohung der Familie durch das NS-Regime deutlich wird. Darunter bspw. Aufnahmen, die Illich in Anwesenheit von Nationalsozialisten gedreht hat, wie die Bilder von der „Arisierung“ ihres Elternhauses (siehe Filmstill). Im Zentrum des Beitrages steht die Frage nach der soziokulturellen Funktion solcher Aufnahmen.

Veranstalter: Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung, Potsdam

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