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Das Streit-Bild

Film, Geschichte und Politik bei Jacques Rancière

Herausgeber:innenDrehli RobnikThoma HüblSiegfried Mattl
DetailsWien/Berlin: Turia + Kant 2010, 241 Seiten, Deutsch
ISBN 978-3-85132-589-8

Der französische Philosoph Jacques Rancière liefert derzeit wesentliche Impulse, die Beziehung zwischen Politik und Ästhetik neu zu denken. Eine zentrale, aber bisher noch wenig beleuchtete Rolle spielen dabei seine Schriften zu Film und Kino. Für Rancière sind sowohl Politik als auch Ästhetik durch den Streit um Wahrnehmungsweisen, um gesellschaftliche Ordnungen von Erfahrung, geprägt. Dieser Band unternimmt den Versuch, Film mit Rancière – und in Spannung zur Philosophie des „Zeit-Bilds“ bei Gilles Deleuze – als „Streit-Bild“ zu verstehen: als Bild, das die Inszenierung von Dissens ermöglicht und selbst dissensuell ist.
Die AutorInnen entwerfen neue Perspektiven eines politischen Denkens zu Film und Kino. Zur Diskussion stehen die Rolle des Dokumentarischen ebenso wie die Funktion des Rhythmischen und der Gleichheitsbegriff bei Rancière. Die Theorie hält dabei engen Kontakt mit den Bildern: Es geht um Filme von Fassbinder, Marker und Rossellini, um Komödien aus Hollywood und das Körperkino der Brüder Dardenne. Mit dem Wiederabdruck eines grundlegenden Aufsatzes und der Übersetzung eines filmkritischen Essays von Rancière kommt sein facettenreiches Kino-Denken auch direkt zu Wort.

Mit Beiträgen von Hermann Kappelhoff, Markus Klammer, Sulgi Lie, Siegfried Mattl, Maria Muhle, Vrääth Öhner, Bert Rebhandl, Drehli Robnik, Joachim Schätz, Ruth Sonderegger, Michael Wedel und Jacques Rancière.

 

LBIGG-AutorInnen: Siegfried Mattl, Vrääth Öhner, Drehli Robnik, Joachim Schätz