icon / home icon / small arrow right / light Veranstaltungen icon / small arrow right / light Freud and the Émigré
09 Nov 2018 von Ludwig Boltzmann

Freud and the Émigré

Wann

Fr, 09/11/2018 – 15:00 bis 16:30

Wo

Forum Scientiarum Doblerstraße 33, 72074 Tübingen

Panelmoderation von Katharina Prager

Im Rahmen des Symposiums „Freud and the Émigré. Österreichische EmigrantInnen und Exilierte und das Erbe der Psychoanalyse in Großbritannien von den 1930ern bis 1970ern“ moderiert Katharina Prager das Panel „Autorenschaft und Psychoanalyse in Film und Kunst“

Panel 3: Autorenschaft und Psychoanalyse in Film und Kunst

Laura Marcus: Emigrierte, Exilierte und Fremde: Berthold Viertel und das Kino der 1930er Jahre in Großbritannien (auf Englisch)

Régine Bonnefoit: Der psychoanalysierte Künstler – am Beispiel von Hodins Werk Oskar Kokoschka. Eine Psychographie(auf Deutsch)

Moderiert von Katharina Prager

Inhalt:

„Freud and the Émigré“ beleuchtet den Einfluss, den Sigmund Freud und seine Schriften sowie seine SchülerInnen auf das kreative Schaffen der österreichischen EmigrantInnen und Exilierten in Großbritannien bei der Konstruktion eines Wiener Erbes im Ausland ausübten. Zu einem Zeitpunkt, da zahlreiche ÖsterreicherInnen aus ihrem Heimatland geflohen waren, bildete der aus Wien vertriebene Freud eine Referenz für österreichische Kultur und österreichischen Intellekt: Ausgewanderte und exilierte KunsthistorikerInnen, KünstlerInnen, AutorInnen, SoziologInnen und PhilosophInnen trugen Freuds Ruhm und Aura als eine Art „Erinnerungsbild“ eines verlorenen Wiener Zuhause weiter, das sowohl als nostalgisches Symbol ihres Erwachsenwerdens in Wien als auch als idealisierte Erinnerung des „geistigen Wiens“ der Jahrhundertwende fungierte. Ob bewusst oder unbewusst – vor dem Hintergrund der mitunter traumatischen Erfahrung von Vertreibung und Krieg, von Alterität und Anpassung setzten diese AkteurInnen Freuds Lehre in ihren wissenschaftlichen und künstlerischen Unternehmungen, mit denen sie gleichfalls an einer Erneuerung der britischen Kultur partizipierten, ein. Welche Strategien und Praktiken der Aneignung und Weiterentwicklung des Freud’schen Denkens als Wiener bzw. österreichisches Vermächtnis lassen sich ausmachen, und welchen Niederschlag fand ihre Arbeit in der britischen Kultur?

Diesen vielfältigen Facetten der Rolle und Bedeutung Freuds im Leben und Schaffen der österreichischen EmigrantInnen und Exilierten geht das internationale Symposium „Freud and the Émigré“ aus unterschiedlichen Perspektiven und Disziplinen nach.

Programm

Veranstalter: Freud Museum

LBIGG Projekt: Intertextualität in den Rechtsakten von Karl Kraus

LBIGG Team: Katharina Prager