icon / home icon / small arrow right / light Team icon / small arrow right / light Iris Fraueneder
Dr.in

Iris Fraueneder

Iris Fraueneder, Film- und Medienkulturwissenschaftlerin, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin (Senior Researcher) am Ludwig Boltzmann Institute for Digital History (LBIDH).

Sie hat Theater-, Film- und Medienwissenschaft und Philosophie an der Universität Wien studiert. Abschluss mit einer Diplomarbeit zur Transformation militanter Kinoästhetik bei Masao Adachi und deren Reflexion in Eric Baudelaires essayistischem Dokumentarfilm THE ANABASIS… (F 2011).

Im Juli 2025 promovierte sie an der Universität Zürich mit der Dissertation Pulsing Images. Interventionen in die Unverfügbarkeit von Bildern in libanesischen, palästinensischen und israelischen Filmen. Die Arbeit untersucht Absenzen und alternative Existenzmodi von Bildern aus dem Libanon und Israel/Palästina, die politisch und historisch bedingt dem Sehen entzogen werden, materiell unverfügbar oder inexistent sind (zensiert, zerstört, ungemacht, nicht fertiggestellt etc.). Sie beleuchtet aktuelle Interventionen in die Unverfügbarkeit dieser (bewegten) Bilder, wobei sie sich auf filmische Praktiken fokussiert, deren Wirklichkeitsverständnis nicht repräsentationspositivistisch ist, sondern auch Schichten des Unsichtbaren als real und wirklichkeitskonstitutiv voraussetzt.

Derzeit lehrt Fraueneder am Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Universität Wien. Seit 2015 ist sie im Filmkuratierungsverein „Diskollektiv“ aktiv. Von 2017 bis 2021 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin im interdisziplinären SNF-Projekt „Contested Amnesia and Dissonant Narratives in the Global South“ an der Universität Zürich. Im Rahmen ihres Promotionsprojektes war sie Mitglied im Doktoratsprogramm „Epistemologien ästhetischer Praktiken“ (Collegium Helveticum), mit dem Orient Institut Beirut sowie der American University Beirut affiliiert, sowie assoziiertes Mitglied im Graduiertenkolleg „Konfigurationen des Films“, Goethe-Universität Frankfurt.

Am Ludwig Boltzmann Institut für Geschichte und Gesellschaft (LBIGG), das im März 2019 in Ludwig Boltzmann Institute for Digital History (LBIDH) umbenannt wurde, hat sie seit 2012 in verschiedenen Forschungsprojekten mitgearbeitet: „Ephemere Filme. Nationalsozialismus in Österreich“ (2011–2016, Zukunftsfonds der Republik Österreich), „Welterkundung zwischen den Kriegen: Die Reisefilme des Colin Ross (1885–1945)“ (2015–2017, FWF), „I-Media-Cities“ (2016-2019, EU Horizon 2020) und „Educational Film Practice in Austria“ (2019–2023, FWF). Derzeit ist sie im Projekt „Vienna Time Machine“ angestellt.